LED-Blinker

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Eines vorweg: LED steht für Licht Emittierende Diode. Eine Diode läßt Strom in nennenswerter Menge nur in der sogenannten Durchlassrichtung fließen. Beim Anschluß von LED-Blinkern ist deshalb unbedingt auf die korrekte Polung zu achten. Falls die Blinker falsch herum angeschlossen werden gehen sie zwar nicht kaputt, leuchten werden sie im Gegensatz zu herkömmlichen Glühlampen, bei denen die Polarität keine Rolle spielt, aber auch nicht.

Beim Umbau auf LED-Blinker (selbst bei den im Zubehör erhältlichen original Yamaha LED-Blinkern) kommt es zum üblichen Problem mit dem Blinkerrelais: Die Blinker blinken nicht mehr sondern sie brennen dauerhaft. Das originale Blinkrelais ist für LED-Blinker nicht geeignet, weil die von den LED-Blinkern benötigte Leistung zu klein ist. Folgende Möglichkeiten bieten Abhilfe.

lastunabhängiges Blinkerrelais

Austausch des original Blinker-Relais gegen ein Relais, dessen Blinkfrequenz nicht lastabhängig ist. Es gibt Ausführungen mit passendem Stecker, bei denen das originale Relais einfach abgesteckt und das neue Relais wieder angesteckt wird.

Last-Widerstände

An den Blinkern zusätzlich Last-Widerstände parallel anschließen, allerdings nur einen pro Seite. Diese Widerstände haben allerdings den Nachteil, dass man sie erstens irgendwo unterbringen muss und dass sie zweitens den Strom verheizen müssen, den die LED-Blinker im Vergleich zu den klassischen Blinkern nicht brauchen. Dadurch werden die Widerstände recht warm und es kann zu Beschädigungen von Kunststoffteilen kommen.

Zu beachten ist der Widerstandswert. Dieser kann mit der folgenden Formel berechnet werden (bei einem Widerstand pro Seite, also für 2 Blinker):

                                   144V²
   Widerstandswert R = -------------------------------
                       2 * (10W - Leistung_je_Blinker)

Bei Verwendung von LED-Blinkern mit je 3 Watt Leistungsaufnahme und einem Widerstand pro Seite muß dieser demnach einen Wert von 10 Ohm haben.